Die Dev Preview von Android 12 verspricht ein saubereres, schnelleres und immersiveres Erlebnis
Justin Duino
Heute hat das Android-Team seine erste Entwicklervorschau von Android 12 veröffentlicht, die uns einen ersten Ausblick darauf gibt, was auf die Welt von Android zukommt. Obwohl es noch am Anfang steht, gibt uns die Vorschau immer noch eine gute Vorstellung davon, was uns erwartet, wie Sicherheitsänderungen, neue Updates für die Gestennavigation, bessere Bilder und schnellere, sauberere Benachrichtigungen. Die Vorschau deutet auch darauf hin, dass Android für andere Formfaktoren wie Tablets, faltbare Geräte und sogar Fernseher eine große Rolle spielen wird.
Um es klar zu sagen, dies ist eine Entwicklervorschau und nichts, was die durchschnittliche Person auf ihrem alltäglichen Telefon installieren würde. Und es ist noch lange nicht endgültig, Android nimmt Feedback entgegen, nimmt Änderungen vor und fügt möglicherweise sogar weitere Funktionen hinzu oder entfernt einige der Funktionen in diesem Test. Aber Entwicklervorschauen geben immer noch einen guten Einblick in das, was kommt.
Für den durchschnittlichen Benutzer konzentrieren sich die großen Elemente auf Gestennavigation, Audio, Bilder und Benachrichtigungen. Android 12 verspricht, den immersiven Modus zu vereinfachen, sodass die Gestennavigation einfacher ist und weniger wahrscheinlich versehentlich ausgelöst wird. Das Android-Team sagt, dass es in Vollbild-Apps wie Spielen und Videos besser funktionieren wird, aber die Details sind ziemlich gering.
Android 12 wird mit einem neuen haptisch gekoppelten Audioeffekt geliefert. Entwickler können damit die Vibrationsstärke und -frequenzen aus einer Audiositzung anpassen. Die Idee ist, in Spielen ein besseres „Rumble“-Feedback zu geben, z. B. bei der Simulation von unwegsamem Gelände in einem Rennspiel. Oder ein Entwickler könnte neben benutzerdefinierten Klingeltönen benutzerdefinierte Vibrationen verwenden, um verschiedene Anrufer zu identifizieren.
Audio selbst sollte dank der Unterstützung von MPEG-H-Wiedergabe, Mehrkanal-Audio (Spacial Audio) und optimierten Audiomixern, Resamplern und Effekten eine Verbesserung erfahren.
Bilder sollten in Android 12 besser aussehen, allerdings nicht wegen der Kamera-Hardware. Wenn Sie die beste verfügbare Kamerahardware haben, werden die Bilder, die Sie erhalten, immer noch nicht gut aussehen, wenn sie übermäßig komprimiert und mit Rauschen gefüllt sind. Android 12 wird die Unterstützung für das AV1 Image File Format (AVIF) einführen. AVIF ist ein Containerformat für Bilder, ähnlich wie JPEG. Wenn Sie sich jedoch auf die AV1-Codierung verlassen, erhalten Sie eine viel bessere Bildqualität als JPEG erzeugen kann.
Benachrichtigungen erhalten einige dringend benötigte Verbesserungen, insbesondere in Bezug auf die Geschwindigkeit. Android 12 verspricht, Apps schneller aus einer Benachrichtigung heraus zu starten, indem Entwickler daran gehindert werden, „Trampoline“ zum Starten von Aktivitäten zu verwenden. Trampoline fungieren als zwischengeschalteter Rundfunkempfänger oder Dienst und sind viel langsamer als das direkte Auslösen einer Aktivität.
Neben der Geschwindigkeit erhalten Benachrichtigungen ein UI-Update. Android 12 verspricht einen „modernen Look“, der auch „einfacher zu bedienen“ sein soll. Dazu gehören Änderungen an der Schublade, den Steuerelementen und den von Entwicklern verwendeten Vorlagen. Zuvor konnten vollständig benutzerdefinierte Benachrichtigungen das gesamte Benachrichtigungsfenster einnehmen, aber das wird mit Android 12 nicht mehr der Fall sein. Stattdessen werden Entwickler einer Standardvorlage folgen, um ein einheitlicheres Erscheinungsbild auf der ganzen Linie zu gewährleisten.
Dank neuer APs erleichtert Android 12 auch das Einfügen von Medien wie Bildern, Videos und anderen reichhaltigen Inhalten aus beliebigen Quellen.
Android-Updates über Google Play
Hinter den Kulissen erhält mehr Android seine Updates über Google Play statt über vollständige Systemupdates. Das ist ein fortlaufender Prozess, der seit Jahren im Gange ist, wobei jede neue Version mehr Android-Updates über Google Play erhält, da einzelne Komponenten aus dem Betriebssystem herausgezogen werden. Android 12 fügt ein Android Runtime (ART)-Modul hinzu, das es Android ermöglicht, Updates an die Kernlaufzeit und Bibliotheken auf Geräten zu übertragen.
Mehr Geräte, mehr Formfaktoren
Android 12 wird einen großen Schub für mehr Geräte und Formfaktoren erleben. Das Android-Team forderte die Entwickler auf, mit der Optimierung von Apps für Tablets, faltbare Geräte und Fernseher zu beginnen. Darüber hinaus forderte es auch mehr faltbare Apps. Neben allem anderen wird heute Android 12 für Android TV in der Vorschau angezeigt, sodass Entwicklerscans mit der Arbeit an Apps für das TV-Erlebnis beginnen können. Dazu gehört das Testen von Apps auf dem neuen Google TV-Erlebnis, das mit dem neuesten Chromecast debütierte.
Wie immer konzentriert sich Android 12 auch auf Sicherheit und Datenschutz durch viele Änderungen hinter den Kulissen. Entwickler müssen neue Standards und Methoden übernehmen und mit dem Testen von Apps mit den neuen Sicherheitsfunktionen beginnen.
Wenn Sie kein erfahrener Entwickler sind, sollten Sie die Android 12-Vorschau wahrscheinlich nicht heute herunterladen. Aber wenn Sie ein Pixel haben, besuchen Sie die Android-Entwickler-Website, um mehr zu erfahren.
Quelle: Android-Entwickler